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DIE NEUE FLOW IST DA!

DIE NEUE FLOW!

Ab sofort am Kiosk oder per Post zu dir nach Hause bestellen:
die neue Ausgabe von Flow  ist da.

Die neue Flow ist ab heute am Kiosk oder über unseren Onlineshop zu haben. Im Heft geht es dieses Mal um folgende Themen:

// Abschalten & Durchatmen: Wenn die Weltlage sie sehr bedrückt, der Alltag an ihr zerrt, flieht Annemiek Leclaire gerne kurz aus ihrem normalen Leben. Wie kleine Eskapaden und spontanes Abtauchen uns Kraft schenken und wieder nach vorn blicken lassen

// Was machst du gerade? Das haben wir drei Menschen gefragt, die uns inspirieren: Tätowiererin Sophie Svart, Gründerin Marie Nestler und Möbelbauerin Claudia Rinneberg

// TikTok für Anfänger: Nichts für mich als Erwachsene, dachte Merel Wildschut über die App TikTok. Bis sie entdeckte, dass die Social-Media-Plattform auch für sie einiges Interessante bereithält

// Gemeinsam mehr erreichen: Viele Kreative schließen sich neuerdings zu Kollektiven zusammen, Laien wie Profis. Was sind die Gründe dafür und wie klappt die Zusammenarbeit?

// Im Einklang mit Ayurveda: Die indische Heilkunst begegnet uns gerade häufig. Sie lässt sich ja auch gut in den Alltag integrieren. Wie wir sie für uns nutzen und welche Rolle die Ernährung spielt

// Lebenslauf: Anastasia Umrik – Sie hat viele Krisen gemeistert, verlor als Kind ihre Heimat, sitzt wegen einer Erkrankung im Rollstuhl, kämpfte sich von der Sonderschule an die Uni. Hier erzählt die Coachin und Autorin, woraus sie Kraft schöpft

// Kraft der Wünsche: Erst wenn wir herausfinden, was wir im Leben wirklich wollen, können wir Entscheidungen treffen, die zu uns passen, sagt Psychotherapeutin Charlotte Fox Weber

// Porträt: Ganna Walska – Mit viel Ehrgeiz verfolgte sie ihr Ziel, eine erfolgreiche Opernsängerin zu werden. Doch ihre wahre Bestimmung fand Madame Ganna Walska in der Welt der Pflanzen

// Trostrezept: Martina Merz liebt es, mit Wildkräutern zu kochen. Schon das Sammeln ist tröstlich. Hier verrät sie ihr Lieblingsrezept

// Vorsicht, Helfersyndrom: Wer ständig für andere da ist, läuft Gefahr, sich selbst zu vernachlässigen – und tut auch anderen mit seiner Fürsorge nicht gut. Wann es zu viel wird mit dem Helfen

// Achtsamkeit für jeden Tag: Zweifel können uns regelrecht lähmen. Boris Bornemann erklärt, wie wir sie auflösen und wie Achtsamkeit dabei hilft

// Zu Fuß durch Dänemark: Beim Wandern kommt man der Natur nah – und erfährt einiges über sich selbst. Redakteurin Sarah Klüß war am dänischen Inselmeer unterwegs

// Papierextras: Papier-Schmetterlinge und unser dritter Minikurs: Meditatives Schreiben als Büchlein für dich

Die Coverillustration hat Virginie Cognet gestaltet. Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen und Entdecken.

LESEPROBEN aus der neuen FLOW

FLOW Nummer 66

Mal durchatmen und den Kopf abschalten

Wenn sie die Weltlage bedrückt Oder der Alltag an ihr zerrt – dann flieht die Journalistin Annemiek Leclaire gerne mal kurz aus ihrem normalen leben. sie taucht spontan ab, um gestärkt und mit neuen ideen zurückzukehren

Manchmal mache ich mich einfach aus dem Staub. Ich haue spontan ab, verschwinde in eine Parallelwelt, kehre meinem Alltag den Rücken – und wenn es nur für ein paar Stunden oder einen Tag ist. Meine kleinen Fluchten tun mir gut, meist komme ich gestärkt, optimistischer als vorher und mit neuen Ideen in mein normales Leben zurück. Oft suche ich mir für meine kleinen Eskapaden einen Ort auf der Karte aus, an dem ich noch nie war, und steige auf mein Fahrrad, in den Zug oder die Straßenbahn, um diese neue Gegend kennenzulernen.

Es mag seltsam, ja fast ein bisschen unpassend klingen, im Angesicht der derzeit ziemlich dramatischen Lage in Europa das Hohelied der kleinen Weltflucht zu singen. Aber ich glaube, wir haben das gute Recht, uns manchmal einfach rauszuziehen aus allem, was uns beschwert – dem vol- len Alltag, der Angst wegen der Kli- maerwärmung und dem Schock, dass vor unserer Haustür Krieg möglich ist.

Foto: Philipp Cordts / Unsplash

Wegzufahren und ganz alleine einen fremden Ort zu erkunden, macht mich jedes Mal glücklich. Es fühlt sich nicht wie eine normale Pause an, nicht wie eine Yogastunde oder ein Nachmittag auf dem Sofa – es ist mehr: ein klei- nes Abenteuer, manchmal sogar ein bisschen verwegen. Ich kann mich anders erleben, den eigenen Horizont erweitern. Wo mich niemand kennt, muss ich auch niemand sein. Ich ver- liere mich in der Umgebung, lasse das Unbekannte ungestört auf mich wirken, entdecke Neues und verges- sen staunend die Zeit. Ich kann an einem Fluss sitzen, tagträumen und unbemerkt die Leute beobachten. Solche kleinen, spontanen Ausbrüche empfehle ich jeder und jedem. Und es ist eigentlich egal, wie man sie gestal- tet – ob man ein Festival besucht, an einem Arbeitstag schnorcheln geht oder zur Nachtwanderung aufbricht. Man wird aus der täglichen Routine gerissen. Und verlässt dabei eventuell auch die eigene Komfortzone.

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Eine Heilkunde für (fast) alle

Ayurveda — der Begriff begegnet uns gerade häufig. Vielleicht, weil die indische Heilkunst sich so gut in den Alltag integrieren lässt. Wie sie genau funktioniert und wie wir
sie für uns nutzen können

Vor 16 Jahren war Merle Wuttke an einem Punkt, an dem sich viele irgendwann wiederfinden. Damals hatte die Journalistin und heute dreifache Mutter zwei Kinder im Kita-Alter. Sie war angestrengt von der täglichen Herausforderung, Job, Familie und ihre Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, schlief schlecht, hatte Migräne und war ständig nervös. Kurzum: Es war alles irgendwie zu viel. Als sie den Auftrag bekam, für ein Magazin Ayurveda auszuprobieren, war das ihr erster Berührungspunkt mit der indischen Heilkunst. Sie ging ohne große Erwartungen heran, ließ sich einen Ernährungsplan erstellen – und war überrascht, was er bewirkte: „Ich merkte schnell, wie gut ich auf die Veränderungen ansprach. Ich konnte besser schlafen, die Migräneanfälle hörten auf, ich war ausgeglichener, weniger getrieben. Der Ernährungsplan hat mich wirklich runtergefahren, mein ganzes Nervensystem entspannt.“

Credit: Mareike Engelke

Gerade begegnet uns Ayurveda häufig. In den Supermarktregalen gibt es hübsch verpackte Tees, im Buchhandel jede Menge Bücher. Ayurveda-Expert:innen freuen sich darüber. „Das Interesse an einer bewussten Lebensweise wächst“, sagt Janna Scharfenberg (drjannascharfenberg.com), die als Ärztin die Schulmedizin mit der indischen Heilkunde verbindet: „Mit dem modernen Ayurveda kann sich jeder einen Lebensstil gestalten, der ihm guttut, weil er sich unkompliziert in den Alltag integrieren lässt. Dabei können schon kleine Veränderungen viel bewirken.“

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