Kategorie: Das erwartet dich…

DIE NEUE FLOW IST DA!

DIE NEUE FLOW!

Ab sofort am Kiosk oder per Post zu dir nach Hause bestellen:
die neue Ausgabe von Flow  ist da.

Die neue Flow ist ab heute am Kiosk oder über unseren Onlineshop zu haben. Im Heft geht es dieses Mal um folgende Themen:

// Wie wir echte Nähe finden
Mit anderen verbunden zu sein, gibt uns das Gefühl, in der Welt aufgehoben zu sein. Autorin Anne Otto hat sich damit beschäftigt, wie wir diese Nähe pflegen und was wir tun können, wenn wir uns alleine fühlen

// Was machst du gerade?
Das haben wir drei Menschen gefragt, die uns inspirieren: Schreibtrainerin Julia Rumplmayr, Illustratorin Gemma Koomen und Podcasterin Sabrina Andorfer

// Lebende Bücher
In einer Human Library leiht man sich keine Romane aus, sondern Menschen mit einer besonderen Geschichte, mit denen man reden kann. Das soll Vorurteile abbauen

// Auf der Online-Couch
Seit Beginn der Pandemie sind die Angebote für Online-Therapien rasant gewachsen. Aber ist die virtuelle Unter- stützung so effektiv wie ein Besuch in der Praxis?

// Raus in die Kälte
Bei trübem Winterwetter zieht es uns nicht unbedingt vor die Tür. Dabei kann es gerade dann guttun, sich draußen zu bewegen, wie unsere Autorin herausgefunden hat

// Lebenslauf: Jennifer Egan
Sie hatte eine schwere Kindheit, litt unter Panikattacken und musste lange auf ihren Durchbruch als Schriftstellerin warten. Wie es der US-Amerikanerin gelang, privat wie beruflich ihr Glück zu finden

// Stricken verbindet
Warum Wolle und Stricknadeln uns durch schwere Zeiten helfen und die Beziehung zu anderen stärken können, erzählt uns die Autorin Loretta Napoleoni im Interview

// Porträt: Nigella Lawson
Sie verlor ihren Mann und ihre Schwester durch Krebs und musste sich einem entblößenden Gerichtsverfahren stellen. Doch es gab immer einen Platz, an dem die Kochbuchautorin Kraft und neuen Mut schöpfte: ihre Küche

// In der Weihnachtsbäckerei
Der Advent ist für die Schwedin Sofia Nordgren mit die schönste Zeit im Jahr. Dann backt sie lauter vegane Leckereien und macht es sich gemütlich

// Eine schöne Bescherung
DIY-Expertin Claudia Petruschke hat unserem Team gezeigt, wie man Geschenke ohne Papier, dafür aber besonders schön verpackt

// Gut für sich selbst sorgen
Um die Harmonie zu bewahren, sind wir häufig bereit, einiges runterzuschlucken. Wie unsere eigenen Bedürfnis- se nicht länger zu kurz kommen, sagt Boris Bornemann

// Die Kraft der Intuition
Viel zu oft denken wir, dass sich Probleme am besten mit dem Verstand lösen lassen. Dabei liegt unser Bauchgefühl häufiger richtig. Sagt auch die Wissenschaft

// Papierextras: Briefpapier und der 365-Tage-Bastel-Kalender 

Die Coverillustration hat Nadezda Grapes gestaltet. Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen und Entdecken!

LESEPROBEN aus der neuen FLOW

FLOW Nummer 70

Wie wir echte Nähe finden

Sich verbunden fühlen. Mit Freundinnen, Partnern, der Familie. Die Sehnsucht danach ist gerade vielleicht größer denn je. Autorin Anne Otto hat sich gefragt, wie wir diese Nähe pflegen und was wir tun können, wenn wir einsam sind

Wie wohltuend ein Gefühl der Nähe zu anderen ist, fällt mir oft erst auf, wenn ich es vermisse. Immer wieder habe ich solche Situationen erlebt, manchmal für Momente, manchmal für Monate. Zum Beispiel vor Kurzem, als eine Freundin wieder einmal ein Treffen per WhatsApp am Tag der Verabredung absagte. Ich sei ihr wichtig, schrieb sie mir, garniert mit einigen Herz-Emojis, aber sie habe einfach zu viel zu tun. Eine ganze Weile stand ich mit dem Mobiltelefon in der Hand im Wohnzimmer, verletzt, weil mir viel an dieser Verbindung liegt, die meine Freundin immer seltener sucht. Oder im ersten Corona-Winter, als es keine geselligen Abendessen im Freundeskreis mehr gab, keinen Schwatz mit der Nachbarin im Flur, kein Weihnachtswichteln mit Kolleg:innen. In der Zeit fühlte ich mich auf unwirkliche Art verloren. Ähnlich unverbunden habe ich mich sonst nur noch mit Ende zwanzig gefühlt, in der Phase, als ich neu in Hamburg war. Die Beziehung, die Grund des Umzugs war, ging in die Brüche, ich fühlte mich zu elend, um mit den Leuten in Kontakt zu treten, die ich in der neuen Stadt schon kannte. Lieber lag ich auf dem Bett, hörte Leonard Cohen und starrte nach draußen ins nasskalte Winterwetter. Ich schämte mich für mein Alleinsein, von der Welt und mir selbst entfremdet. Eine ziemlich zähe Zeit.

Foto: Adobe Stock

GERADE WEIHNACHTEN
Eins ist sicher: Es geht uns einfach besser, wenn wir einen regelmäßigen herzlichen Austausch mit anderen erleben. Menschen, die von sich selbst sagen, dass sie sich im Leben grundsätzlich wohlfühlen, haben jedenfalls häufig ein stabiles soziales Netz mit vielen alltäglichen Kontakten und wenigstens einer vertrauten Bezugsperson. Das zeigt eine Studie der Psychologen Martin Seligman und Ed Diener, für die die Wissenschaftler 1,5 Millionen Menschen aus 155 Ländern befragten. Die Nähe zu anderen ist aber nicht nur wohltuend, sie gibt uns oft auch ein Gefühl von Sinn, schreibt Tatjana Schnell, Psychologieprofessorin an der Universität Innsbruck, auf ihrer Seite sinnforschung. org. Als besonders wichtig und erfüllend werden in Umfragen vor allem Kontakte zu Freund:innen, Partner:innen und der Familie gesehen. Egal in welcher der drei Beziehungsformen: Für unser Wohlbefinden entscheidend ist, dass wir eine verlässliche Bezugsperson haben, mit der ein vertrauensvolles Verhältnis besteht.

Gerade rund um Weihnachten und Silvester scheinen viele Leute die Verbundenheit noch einmal in besonderem Maße zu suchen und zu feiern. Gleichzeitig ist das auch die Zeit im Jahr, in der Einsamkeitsgefühle besonders stark spürbar sind.

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Auf der Online-Couch

Seit Beginn der Pandemie sind die Angebote für Online-Therapien rasant gewachsen. Aber ist die virtuelle Unterstützung so effektiv wie ein Besuch in einer Praxis? Julia Meyer-Hermann hat es ausprobiert

Der Tag beginnt grau. Die Szenerie vor meinem Fenster hat sich in Nebel gehüllt, es nieselt leicht. Auch meine Stimmung ist eher verhangen als heiter. Ich bin müde. Maximal antriebslos. Aber das ist in meinem Tagesplan nicht vorgesehen. Also versuche ich umzuschalten in den Aktivmodus und mache erst mal das Handy an. Auf dem Bildschirm erscheint prompt ein großer oranger Ball, das Symbol meiner neuesten Anschaffung – einer Achtsamkeits-App. Gefühlt jeder Zweite in meinem Umfeld hat inzwischen so eine Mental-Health-Anwendung auf dem Smartphone. Das Angebot ist riesig: Die Apps heißen Balloon, Calm, 7Mind oder Serenity. Mein Programm heißt Headspace. Es bietet Meditationen zu unterschiedlichen Themenbereichen, von Schlaf über persönliche Entwicklung bis hin zu Stress und Ängsten. Miriam Junge, Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie, hat die deutsche Version der App mitentwickelt, die ursprünglich aus den USA kommt, und nutzt die App auch selbst. „Es ist für mich ein Tool, um zwischendurch im Alltag zu einer Entspannung zu kommen. Schon drei Minuten angeleitetes Atmen können helfen.“

Foto: Adobe Stock

WISSEN FÜR ALLE
In der breiten Bevölkerung sind Achtsamkeits-Apps mittlerweile längst angekommen. Und mit ihnen ist auch das Bewusstsein für eine gute Selbstfürsorge gewachsen. Digitale Mental-Health- und Wellness-Anwendungen boomen genauso wie virtuelle Seminare und Online-Therapien etwa bei Ängsten oder Depressionen. Die Pandemie hat diesen Effekt noch einmal verstärkt: Die App-Downloads und Seminarbuchungen im Bereich geistige Gesundheit stiegen in der Corona-Krise sprunghaft an. Auch auf Instagram tummeln sich immer mehr Psychotherapeut:innen, die mehr zu bieten haben als die hinlänglich bekannten Motivationstipps und Sinnsprüche.

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